Eine Stiftung für Jahrhunderte

Das Kloster Lorsch als Zentrum karolingischer Wissenschaft und Bildung verdankte seine Strahlkraft großzügigen Stiftern von der Nordseeküste bis Graubünden. Dieser Tradition ist die Stiftung Welterbe Kloster Lorsch verpflichtet

Seite 1r des Codex Laureshamensis, der Sammlung von Privilegien und Schenkungen des Klosters seit dem 8. Jahrhundert (12. Jh., Würzburg, Staatsarchiv)

26. April 2024

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Stifterversammlung im Nibelungensaal, Altes Rathaus der Stadt Lorsch, von links: Stadtverordneter Jürgen Engert, stellvertretender Leiter der Stifterversammlung und Stiftungsbeirat Ernst-Ludwig Drayß, Beirat Prof. Karl Härter, Stifter Harald Günter Scheller, Erster Kreisbeigeordneter Matthias Schimpf, Michael Heuss (Verein zur Förderung des UNESCO Welterbes Kloster Lorsch), die Stiftungsvorstände Wolfgang Egel-Hess, Lothar Rist und Eva Bambach und Bettina Walter (Heimat- und Kulturverein Lorsch).

Die Geschichte des Klosters beginnt im Jahre 764. Als Eigenkloster einer fränkischen Adelsfamilie gegründet ist das Lorscher Kloster unter Karl dem Großen zur Königs- und Reichsabtei erhoben worden. Bis ins hohe Mittelalter war das Kloster Macht-, Geistes- und Kulturzentrum. Über 4000 Schenkungen und Stiftungen zwischen Nordsee und Alpen, ein hocheffizientes Skriptorium und eine der bedeutendsten Bibliotheken der Zeit machten die ehemalige Reichsabtei Karls des Großen und seiner Nachfolger herausragend – sowohl, was die Herrschaftsgeschichte betrifft, als auch die Bildungsgeschichte.

Erhalten geblieben sind Teile der Klostermauer, das Fragment der Nazarius-Basilika, die Grablege Ludwigs des Deutschen, sowie die karolingerzeitliche Tor- oder Königshalle aus dem 9. Jahrhundert. Die Torhalle ist der bekannteste Bauteil der heutigen noch erhaltenen Klosteranlage und macht durch ihre Einzigartigkeit den besonderen Rang des Weltkulturerbes aus. Dies wurde von Seiten der UNESCO gewürdigt. Das Klosterareal, insbesondere die Tor- oder Königshalle, wurden 1991 zum Weltkulturerbe erhoben.

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